Onlinekurs erstellen an einem Wochenende – so geht’s wirklich (und ich meine das ernst)

Christoph Erkens
Christoph Erkens

Onlinekurs erstellen an einem Wochenende – so geht’s wirklich

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du weißt, dass du Wissen hast, das anderen helfen könnte. Du hast die Idee für einen Onlinekurs zu erstellen schon seit Monaten – oder ehrlich gesagt seit Jahren – im Hinterkopf. Und trotzdem passiert… nichts.

Nicht weil du keine Ahnung hast. Sondern weil du glaubst, dass so ein Kurs ein riesiges Projekt ist, das monatelange Vorbereitungszeit braucht, ein professionelles Tonstudio, ein perfektes Branding und mindestens 200 Stunden am Laptop.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Das stimmt so nicht.

Meinen ersten Onlinekurs rund um den Jakobsweg habe ich nicht mit einer ausgefeilten Produktionsstrategie veröffentlicht – sondern weil ich irgendwann einfach angefangen habe, mein Wissen in eine Struktur zu bringen und es rauszuschicken. Die Leute wollten es haben. Und ich habe daraus gelernt, was wirklich gebraucht wird – und was nicht.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deinen ersten Onlinekurs in einem einzigen Wochenende auf die Beine stellst. Keine Ausreden mehr, kein „Ich fange nächsten Monat an.“ Wir machen das jetzt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Onlinekurs muss nicht perfekt sein – er muss fertig sein
  • Sechs klare Schritte reichen, um deinen ersten Kurs an einem Wochenende zu erstellen
  • Das Thema muss so spezifisch wie möglich sein – daran scheitern die meisten
  • Format, Technik und Plattform sind zweitrangig beim ersten Kurs
  • Wer wartet, bis alles perfekt ist, wartet ewig

Onlinekurs erstellen: Warum die meisten nie anfangen (und wie du das änderst)

Das Hauptproblem beim Onlinekurs-Erstellen ist nicht mangelndes Wissen. Es ist der Gedanke, man müsse von Anfang an alles richtig machen.

Ich kenne das aus meiner eigenen Geschichte gut. Bevor ich meinen ersten Jakobsweg-Kurs veröffentlicht habe, hatte ich unzählige Ausreden parat: Das Cover stimmt noch nicht. Die Texte könnten noch besser sein. Vielleicht sollte ich erst noch mehr Follower aufbauen. Vielleicht erst in drei Monaten.

„Wer auf den perfekten Moment wartet, wird nie loslaufen – weder auf dem Jakobsweg noch im Business.“

Klingt vertraut? Dann lies weiter. Denn der Plan, den ich dir hier zeige, ist nicht darauf ausgelegt, das perfekte Produkt zu bauen. Sondern darauf, überhaupt mal ein Produkt zu bauen. Und danach kannst du es verbessern, so oft du willst.

Der Zeitplan: Was passiert wann?

Damit du nicht planlos ins Wochenende startest, hier ein grober Rahmen:

  • Donnerstagabend / Freitagvormittag: Thema, Kursziel und Struktur festlegen
  • Freitagnachmittag + Samstag: Inhalte erstellen
  • Sonntag: Kurs verkaufsfertig machen

Das klingt sportlich? Ist es auch. Aber machbar – wenn du die nächsten sechs Schritte konsequent durchgehst.

Ich helfe dir gerne mit meiner Erfahrung aus über 10 Jahren im Verkauf von Onlinekursen, eBooks und digitalen Infoprodukten. Meine größten Learnings und Tipps vermittle ich in meinen Onlinekursen:

Jetzt starten – die folgenden Onlinekurse von mir helfen dir dabei:

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#1 Ein Thema wählen, das wirklich klein genug ist

Der häufigste Fehler beim ersten Onlinekurs: Das Thema ist viel zu groß.

„Ich mache einen Kurs über gesunde Ernährung.“ Oder: „Einen Kurs über Social Media Marketing.“ Oder – mein Lieblingsbeispiel – „Ich erkläre alles über den Jakobsweg.“

Das sind keine Kursthemen. Das sind Bücher. Oder ganze Studiengänge.

Ein gutes Kursthema für den Start löst ein sehr spezifisches, klar abgegrenztes Problem für eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen. Statt „gesunde Ernährung“ lieber: „Meal Prep für Berufstätige, die maximal eine Stunde pro Woche kochen wollen.“ Statt „Jakobsweg allgemein“ lieber: „Wie du deinen Rucksack für den Camino Portugués in 5 Kilogramm packst.“

Siehst du den Unterschied? Je kleiner und spezifischer das Thema, desto einfacher ist es, den Kurs zu erstellen – und desto einfacher wird es für deine zukünftigen Teilnehmer zu entscheiden, ob er für sie gedacht ist.

Brainstorme also zuerst 10 bis 15 mögliche Themen, und streiche dann alles, was sich nicht in einem Wochenende vollständig abbilden lässt.

#2 Das Kursziel so konkret formulieren, dass man es anfassen kann

Bevor du auch nur eine Lektion schreibst, beantworte dir diese eine Frage schriftlich:

Was kann jemand nach meinem Kurs tun oder erreichen, was er vorher nicht konnte?

Das ist dein Kursziel. Und es macht einen gewaltigen Unterschied, ob es konkret oder schwammig formuliert ist.

Schwammig: „Nach meinem Kurs lebst du gesünder.“ Konkret: „Nach meinem Kurs hast du deine erste Woche Meal Prep erfolgreich durchgeplant und umgesetzt.“

Schwammig: „Du lernst mehr über den Jakobsweg.“ Konkret: „Nach meinem Kurs weißt du genau, welche Route zu dir passt, hast deine Packliste erstellt und kennst die drei wichtigsten Dinge, die du vor dem Start erledigen musst.“

Der konkrete Nutzen ist nicht nur für deine späteren Käufer wichtig – er ist vor allem für dich wichtig. Denn mit einem klaren Kursziel weißt du ganz genau, welche Inhalte wirklich rein müssen. Und welche nicht.

#3 Die Kursstruktur: Von A nach B – und nicht irgendwie

Hast du dein Kursziel klar, dann kommt der eigentlich schöne Teil: Du überlegst dir, welche Schritte deine Teilnehmer gehen müssen, um von ihrem aktuellen Stand (Punkt A) zu deinem versprochenen Ergebnis (Punkt B) zu kommen.

Schreibe dafür zuerst ungeordnet auf, welche Maßnahmen, Erklärungen oder Übungen dafür nötig sind – alles, was dir einfällt. Dann bringst du diese Liste in eine logische Reihenfolge. Streiche konsequent alles, was „nice to have“ wäre, aber für das Kernergebnis nicht zwingend nötig ist.

Aus diesen Schritten entstehen deine Lektionen. Fasse verwandte Lektionen zu Modulen zusammen. Für einen ersten kleinen Kurs empfehle ich dir: 2 bis 3 Module, mit je 3 bis 5 Lektionen. Mehr ist für den Start nicht nötig – und oft sogar kontraproduktiv.

„Der Jakobsweg hat auch nicht zwanzig verschiedene Wege nach Santiago. Er hat eine klare Richtung. Und die reicht.“

#4 Das Format: Fang mit dem an, was du schon kannst

Wenn jemand „Onlinekurs“ hört, denkt er sofort an Videos. Schicke Slides, ein professionelles Mikrofon, vielleicht sogar ein grüner Bildschirmhintergrund.

Ich sage dir: Das ist für den Start völliger Unsinn.

Denn welches Format am besten für dich funktioniert, hängt davon ab, was du jetzt schon gut kannst – nicht davon, was theoretisch am professionellsten wirkt.

Hast du noch nie ein Video produziert? Dann fang nicht damit an. Schreib lieber Texte, die du als PDF lieferst. Oder nimm einfache Audio-Dateien auf. Oder erstelle Checklisten und Workbooks. Alles das kann ein wertvoller Kurs sein – wenn der Inhalt stimmt.

Das Schöne an digitalen Produkten: Du kannst dein Format jederzeit upgraden. Ich habe das bei meinen eigenen Jakobsweg-Produkten selbst erlebt. Was am Anfang ein einfaches eBook war, ist über die Jahre zu Videokursen und interaktiven Übungen gewachsen. Aber der erste Schritt war eben ein erster Schritt – kein Meisterwerk.

#5 Inhalte erstellen: Der Eieruhr-Trick gegen den Perfektionismus

Jetzt kommt der entscheidende Teil, an dem die meisten scheitern: das tatsächliche Erstellen der Inhalte.

Und hier wird Perfektionismus zum größten Feind.

Ich kenne das gut. Man öffnet das Dokument, fängt an zu schreiben, denkt: „Das könnte noch besser formuliert sein.“ Schreibt um. Denkt nochmal nach. Schließt den Laptop. Macht morgen weiter.

Das Gegenmittel: Schreibe pro Lektion maximal 15 Minuten. Stell dir tatsächlich eine Eieruhr. Wenn die Zeit um ist, ist die Lektion fertig – auch wenn sie noch nicht perfekt ist.

Das klingt drastisch. Aber es funktioniert aus zwei Gründen:

Erstens: Wenn dein Thema und dein Kursziel spezifisch genug sind, reichen 10 bis 15 Minuten Inhalt pro Lektion wirklich aus. Niemand möchte 45-minütige Videomonologe oder 20-seitige PDFs pro Einheit. Häppchen wirken besser.

Zweitens: Digitale Produkte können jederzeit überarbeitet werden. Der Kurs, den du heute veröffentlichst, ist nicht der Kurs, den du in einem Jahr verkaufst. Aber um ihn verbessern zu können, muss er erst existieren.

Also: Erstmal runterschreiben, dann Feinschliff. Nicht umgekehrt.

#6 Verkaufsfertig machen – einfach, nicht perfekt

Der Kurs ist inhaltlich fertig. Jetzt muss er zu den Menschen kommen, die ihn kaufen möchten.

Auch hier gilt: Fang so einfach wie möglich an.

Variante 1 – Die händische Lösung: Jemand kauft deinen Kurs (z.B. über PayPal oder Digistore24), und du schickst ihm die Unterlagen manuell per E-Mail zu. Nicht glamourös, aber funktioniert – und du brauchst keine komplizierte Technik.

Variante 2 – Automatisiert per E-Mail: Du verbindest deinen Bezahlweg mit deinem E-Mail-Tool (z.B. ConvertKit oder ActiveCampaign) und der Käufer bekommt die Inhalte automatisch zugeschickt. Das ist echter Passiv-Versand und mit etwas Einrichtungsaufwand gut machbar.

Variante 3 – Kursplattform: Tools wie Digistore24, Coachy oder ThriveCart bieten eigene Mitgliederbereiche. Das ist die professionellste Lösung – aber auch die zeitaufwändigste. Mein Rat: Fang damit erst an, wenn du mit deinem Kurs bereits erste Verkäufe gemacht hast. Dann weißt du, dass das Thema funktioniert, und der Aufwand lohnt sich.

Was jetzt? Die nächsten Schritte nach dem Wochenende

Ein fertiger Kurs ist ein guter Start. Aber Kurse verkaufen sich nicht von alleine.

Damit dein Kurs tatsächlich Menschen erreicht – und Einnahmen bringt – brauchst du eine Strategie, wie du ihn bekannt machst. Das kann ein Launch sein, eine organische Content-Strategie, eine E-Mail-Liste oder bezahlte Werbung.

Dazu werde ich hier auf digitale-produkte-chris.de noch weitere Artikel schreiben. Wenn du nichts verpassen willst, trag dich gerne in meinen Newsletter ein.

Bis dahin gilt: Hör auf zu planen. Fang an.

FAQ: Häufige Fragen rund um Onlinekurse

Was ist ein Onlinekurs überhaupt? Ein Onlinekurs ist ein digitales Produkt, mit dem du dein Wissen oder deine Methode an andere weitergibst – in Form von Videos, Texten, Audios oder einer Kombination davon. Er läuft vollständig online, kann von beliebig vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden und ist ortsunabhängig.

Muss ich ein großer Experte sein, um einen Onlinekurs zu erstellen? Nein. Du musst nicht der weltbeste Experte sein – du musst nur mehr wissen als deine Zielgruppe und bereit sein, dieses Wissen strukturiert weiterzugeben. Ich war kein Pilger-Professor, als ich meinen ersten Jakobsweg-Kurs veröffentlicht habe. Ich hatte einfach 1.500 Kilometer Erfahrung mehr als meine Leser.

Was sind die Vorteile eines Onlinekurses gegenüber 1:1-Coaching? Du tauschst deine Zeit nicht mehr gegen Geld. Du erstellst die Inhalte einmal – und kannst sie beliebig oft verkaufen. Du erreichst Menschen überall auf der Welt, nicht nur in deiner Stadt. Und du kannst auch nachts Umsatz machen, während du schläfst.

Welche Arten von Onlinekursen gibt es? Grob lassen sich drei Typen unterscheiden: Minikurse (20 bis 100 Euro, lösen ein klar abgegrenztes Teilproblem), Einsteigerkurse (100 bis 500 Euro, gehen tiefer in ein Thema) und Signature-Kurse (ab 500 Euro aufwärts, begleiten eine große Transformation). Für den Einstieg empfehle ich einen Minikurs oder einen kleinen Einsteigerkurs – nicht gleich das große Flaggschiff-Produkt.

Muss mein Kurs sofort perfekt sein? Nein. Und das ist keine faule Ausrede, sondern Strategie. Ein fertiger, unperfekter Kurs, den echte Menschen kaufen und nutzen, ist tausendmal wertvoller als ein perfekter Kurs, der nie das Licht der Welt erblickt.

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Redakteur: Christoph Erkens
„Hi, ich bin Christoph, und verdiene seit über 10 Jahren hauptberuflich mein Geld mit Online-Marketing und Webseiten, und auf diesem Blog zeige ich dir, wie du das auch kannst!“

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